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Phylogenetisce Stellung und taxonomischer Status der Anablepsoides, Atlantirivulus, Cynodonichthys, Laimosemion und Melanorivulus (Cyprinodontiformes: Rivulidae)

 

 

 

Unter diesem Titel veröffentlichte Wilson J. E. M. Costa eine neue Einteilung der rivulusartigen Killis

in: Ichthyol. Explor. Freshwaters, Vol. 22, No. 3, pp. 233-249, 1 fig., 1 tab., September 2011

Verlag Dr. Friedrich Pfeil, München.– ISSN 0936-9902

 

Auszugsweise Übersetzung: Werner Neumann, DKG 237

 

 

 

Nach den neuesten Erkenntnissen von Costa ist Rivulus künftig begrenzt auf zwei Arten, die endemisch in Kuba vorkommen und hypothetisch die Ausgangsbasis der übrigen Rivulusartigen darstellen. Diese 2 Vertreter der Gattung Rivulus unterscheiden sich von allen anderen nicht annuellen Rivulinen durch eine Kombination mehrerer Merkmale. (siehe unten).

 

Anablepsoides, Atlantirivulus, Laimosemion, Melanorivulus und Cynodonichthys, früher als Untergattungen von Rivulus betrachtet , werden nunmehr als valide Gattungen angesehen;

Laimosemion, mit 24 Arten vom nördlichen Südamerika, bilden die Schwestergruppe zu einer Klade, die Melanorivulus, Cynodonichthys, Anablepsoides, Atlantirivulus und alle annellen Rivulinen - Gattungen umfasst. (Abb.1).

Melanorivulus, enthält 34 Arten vom zentralen und nordöstlichen Südamerika, Cynodonichthys 27 Arten von Zentralamerika und dem Trans-Anden - Südamerika, Anablepsoides 42 Arten vom nördlichen und nordöstlichen Südamerika und den Kleinem Antillen und Atlantirivulus, mit 11 Arten, endemisch auf den östlichen brasilianischen Küstenebenen.

Die Diagnose beruht auf der Kombination von morphologischen Merkmalen, einschließlich Osteologie, dem cephalischen laterosensorischen System und Farbmustern.

 

Costa unterterteilte einst erstmals die Rivulidae in 2 Unterfamilien: die Rivulinae, umfassend die nicht annuelle Killifisch Gattung Rivulus und einige annuelle Killifisch Gattungen (z.B. Pterolebias, Trigonectes, Neofundulus); und, die Cynolebiasinae, einschließend Cynolebiasund andere eng verwandte annuelle Killifisch Gattungen. Weitere stammesgeschichtliche Studien bestätigten dieses grundlegende Klassifikatiionsschema mit einigen Anpassungen. einschließlich der Überführung einiger Killifisch - Gattungen (z.B.

Terranatos und Plesiolebias) von den Cynolebiasinae zu den Rivulinae und der Überführung einer Gruppe Rivulus zur Gattung Kryptolebias, die zur gleichen Unterfamilie gehören.

 

Die Rivulinae umfassen derzeit 17 annuelle Killifisch - Gattungen (Aphyolebias, Austrofundulus, Gnatholebias, Llanolebias, Maratecoara, Micromoema, Moema, Neofundulus, Papiliolebias, Pituna, Plesiolebias, Pterolebias, Rachovia, Renova, Stenolebias, Terranatos, Trigonectes). Sie werden in ihrer Existenz sowohl durch morphologische und mitochondriale (mt-)DNA Phylogenie gestützt. Im Gegensatz dazu wird die Monophylie der Rivulus durch die mt-DNA Phylogenie nicht unterstützt, wohingegen morphologische Studien die Monophylie schwach unterstützen.

In allen mt-DNA Phylogenien sind die Arten der Rivulus in deutliche paraphyletische Abstammung gruppiert, jede korrespondierend mit informellen Artengruppen oder Untergattungen, abgegrenzt durch die Morphologie.

 

Während der taxologische Status von Rivulus unsicher blieb, hat die kontinuierliche Anstrengung zur Auffindung nicht annueller rivulider Killifische in ihren spezifischen Biotopen in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen und zur Entdeckung zahlreicher neuer Arten geführt. Lazara berichtet über 55 valide Arten von Rivulus, ausschließlich derer, die später in andere Gattungen übergeführt wurden. Bisher waren 135 Arten in Rivulus platziert.

Da die größere Zahl von verfügbaren Arten und detailliertere morphologische Studien über Rivulinen nicht genug Merkmale erbracht haben, die Rivulus als monophyletische Einheit stützen würden, hat daraufhin Costa die bisher in der Gattung Rivulus untergebrachten Untergattungen zu Gattungen erhoben und wie folgt charakterisiert: