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liegt es zurck, dass man begann, Rivulus Arten nach Deutschland einzufhren und damit die Voraussetzungen zur Pflege und Zucht dieser Bachlinge im Aquarium schuf.. So wurde zum Beispiel Anablepsoides (bisher Riv.) urophthalmus bereits 1905 von Oskar Kittler, Hamburg importiert. Im gleichen Jahr gelangte auch der( Atlantirivulus ( R.) santensis durch die Firma Köppe und Siggelkow Hamburg in deutsche Aquarien. Weiter folgten dann 1906 Kryptolebias (R) ocellatus durch Köppe und Siggelkow, 1909 Cynodonichthys (R.) isthmensis, 1910 Laimosemion (R.) strigatus, beide durch Carl Siggelkow. Auch in den zwanziger Jahren setzten sich diese Importe fort, nachdem der 1. Weltkrieg vorbei war. Hier werden Jonny Wolmer, Wandsbecker Aquarienfisch Im und Export Cc und August Schlüter Hamburg erwähnt. (Holly Meinken Rachow).


 

cylindraceus

Rivulus cylindraceus "C30" Foto Rolf Schönfelder

 

 

Zum Wechsel der Jahrzehnte 1929/30 gelangte dann der schöne Kubabachling, Rivulus cylindraceus nach Deutschland, der nachweislich auch die wahnsinnigen Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges in deutschen Aquarien überlebte. Da der Import durch eine Hamburger Firma in der Sylvesternacht erfolgte, "streiten sich noch heute die Gelehrten", ob er noch 1929 oder erst 1930 importiert wurde! Bei uns wird er deshalb unter der Bezeichnung "Rivulus cylindraceus C 30" geführt. Er wurde im Südwesten Kubas bei den Kupferminen gefunden. Mit einigen Neuimporten wie Cynodonichthys (R.) milesi (jetzt Cynodonichthys magdalenae), Anablepsoides (R.) hartii, Anablepsoides (R.) urophthalmus hielt er dann die Stellung, bis dann durch die besseren Reisemöglichkeiten in den Folgejahren eine regelrechte Flut von neuen Arten hereinbrach. Wenn ich derzeit von ca. 130 beschriebenen Rivulusarten ausgehe, könnte diese Zahl höchstenfalls bald noch nach oben korrigiert werden.

 

Allerdings kam es anders! Durch eine Arbeit von Wilson J.E.M. Costa wurde eine neue Einteilung dieser sehr umfangreichen Gattung vorgenommen, dabei blieben nur noch zwei Arten Rivulus (Riv. cylindraceus und Riv. insulaepinorum). Alle anderen Arten wurden in fünf weitere Gattungen aufgeteilt.




Rolf Schönfelder

 


 

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